|
Mit einem Preis doppelt sparen - das versprechen viele Anbieter von so genannten "Doppelflatrates". Internet- und Telefongebühren werden zu einem Festpreis zusammengefasst, unabhängig wieviel Sie telefonieren und ins Netz gehen. DSL-Surfer sind mit Flatrates bereits bestens vertraut: Sie müssen beim Internetsurfen schon länger nicht mehr auf die Uhr sehen, um die Kosten im Blick zu behalten. Übertragen aufs Telefon wird die Flatrate noch interessanter: Endlich können Sie sich so lange unterhalten, wie Sie möchten - es kostet keinen Cent extra.
Aber Vorsicht: Es gibt große Unterschiede zwischen den Doppelflatrates. Der Vergleich wird dadurch erschwert, dass die Anbieter ihre Tarife nicht besonders übersichtlich gestalten. Meistens zeigt sich, dass eine vermeintlich preiswerte Flatrate durch Zusatzkosten alles andere als günstig ist. T-Com etwa wirbt mit dem Slogan "Doppelt ins Netz für schon 9,95 Euro im Monat". Tatsächlich kostet dieses Angebot inklusive aller Nebenkosten mindestens 51,37 Euro. Es lohnt sich, beim Vergleich genau nachzufragen.
Echte Telefon-Flatrate? Eine echte Flatrate, im Sinne eines Festpreises für wirklich alle Telefonate, bietet keiner der Anbieter. Die Telefon-Flatrate ist auf Inlands-Gespräche ins Festnetz beschränkt. Sonderrufnummern (wie die Telefonauskunft), Auslandsgespräche und Anrufe in die Handy-Netze kosten extra.
Call-by-call? Bei manchen Anbietern kann man diese Kosten durch eine günstige Vorwahl wieder ausgleichen. Dies geht allerdings nicht bei den Angeboten von Arcor und Kabel Deutschland.
Internet-Telefonie? Viele Doppelflatrates basieren auf der Internettelefonie ("Voiceover-IP"). Hier werden die Gespräche nicht über die Telefonleitung, sonder über die DSL-Verbindung übertragen. Ein spezielles Telefon brauchen Sie nicht, und Ihr Computer muss auch nicht rund um die Uhr laufen. Internettelefonie ist kostengünstiger als das normale Telefonieren, aber hat noch kleine technische Tücken. Falls Sie gleichzeitig telefonieren und im Internet surfen wollen, oder größere Datenmengen herunterladen, schlägt sich das in der Tonqualität nieder. Durch die Überlastung der Leitung treten Störgeräusche auf, die so stark sein können, dass Verständigungsprobleme entstehen. Weiterer Nachteil: Bei einem Stromausfall funktioniert auch das Telefon nicht mehr.
Quellen: Anwalt-Suchservice, FAZ, Financial Times, Handelsblatt, Heise Online, Jornalistentreff, Pressevertrieb, Versicherungsjournal
|