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Hat doch noch Zeit, meinen viele und heften Post von der Rentenversicherung ungelesen ab. Ein Fehler, der ins Geld gehen kann. Martin Reißig, unabhängiger Rentenberater in Hamburg: Neben Angaben zu bisher erworbenen Ansprüchen und einer Hochrechnung für die spätere Rente enthält die jährliche Renteninformation auch eine ganz wichtige Aufstellung: den Versicherungsverlauf. Der zeigt, welche Daten bei der Rentenkasse gespeichert sind als Grundlage für die spätere Rentenberechnung. Das sollte man sich alles genau anschauen, denn hier gibt es sehr häufig Lücken!
Warum treten so viele Fehler auf? Weil die Rentenversicherung nicht automatisch über alle relevanten Informationen verfügt. Universitäten zum Beispiel melden aus Datenschutzgründen nicht, dass jemand einen Studienabschluss gemacht hat. Auch Zeiten der Arbeitslosigkeit, in denen keine Beiträge fließen, erfährt die Rentenversicherung nicht.
Worauf müssen besonders Frauen achten? Grundsätzlich muss der Versicherungsverlauf das Leben einer Person widerspiegeln. Frauen sollten also auch kontrollieren, ob ihre Kinder erfasst sind. Weil Erziehungszeiten auf die Höhe der Rentenbezüge angerechnet werden.
Was mache ich, wenn meine Renteninformation unvollständig ist? Dann müssen Sie Ihre Versicherung informieren. Das Ganze nennt sich Kontenklärung. Sie bekommen Formulare, in die Sie alles eintragen, was fehlt. Wenn Fragen auftauchen, können Sie sich bei der Rentenversicherung kostenlos beraten lassen.
Was machen dann unabhängige Rentenberater, und was kosten sie? Sie helfen beim Prüfen der Renteninformation, forschen nach fehlenden Unterlagen oder Belegen und vertreten Versicherte bei einem Streit vor dem Sozialgericht. Das Honorar richtet sich wie bei Rechtsanwälten nach dem Gegenstandswert, um den es geht. Eine Erstberatung kostet zwischen 100 und 250 Euro.
Quellen: Anwalt-Suchservice, FAZ, Financial Times, Handelsblatt, Heise Online, Jornalistentreff, Pressevertrieb, Versicherungsjournal
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